Nach dem 2. Weltkrieg fand die alte Musikkapelle nicht mehr so richtig zusammen. Mit dem Ziel eines Neuanfangs startete das ehemalige Mitglied der Kapelle, Josef Ley, einen Aufruf, neue interessierte Kräfte zu gewinnen. Im Mai 1951 war es dann tatsächlich so weit. In der Wohnung des Gründers trafen sich neben 7 Neulingen auch noch 3 der ehemaligen Mitglieder, um gemeinsam die ersten Schritte zu planen. Man beschloss, sich 1-2 mal wöchentlich zu den Proben zu treffen und zwecks Anschaffung von Instrumenten und Notenmaterial einen Monatsbeitrag von 0,50 DM zu erheben.Im Laufe des Sommers wurde fleißig geprobt und es stießen noch einige Jugendliche hinzu, so dass die Mitgliedszahl im Herbst 14 Mann betrug. Von diesen war bis Ende 2001 noch immer Aloys Mönch am Es-Horn aktiv und begeistert bei der Sache. Nach teils mühseligen Proben stand Weihnachten 1951 der erste öffentliche Auftritt vor der Tür. In der Besetzung: drei 1. Trompeten, zwei 2. Trompeten, zwei 1. Flügelhörner, zwei 2. Flügelhörner, je ein 1. und 2.Es-Horn, 1 Posaune, 1 Tuba und ein Helikon wurde vom Kirchturm vor den Metten morgens um 4:30 Uhr "Stille Nacht" und "O du fröhliche" gespielt. In Anbetracht der schlechten Licht- und Platzverhältnisse kann man diesen ersten Auftritt als voll gelungen bezeichnen. Den ganzen Winter über wurden die Proben pflichtbewusst fortgeführt, um sich beim folgenden Auftritt nicht zu blamieren. Dieser sollte nämlich erstmalig unter den Augen der Öffentlichkeit stattfinden. Am 24.04.52 war es dann soweit. Aus Anlass des Weißen Sonntages wurden die Kommunionkinder vom "Klösterchen" mit Musik abgeholt und zur Kirche geleitet, so wie es auch heute noch Brauch ist. Unter der Leitung von Josef Ley gingen die Proben eifrig weiter und am Fronleichnamstag folgte der nächste Auftritt, der ebenfalls gekonnt gemeistert wurde. Als Entlohnung wurden die Musiker abends vom Pfarrer zu einem Gläschen Wein eingeladen. Im Rahmen des Martinszuges wurde erstmalig Marschmusik gespielt, was allgemeinen Beifall hervorrief. Die Weihnachtslieder spielte man in diesem Jahr von der Kirchentreppe aus, da der Platz im Turm wegen Hinzukommen weiterer Musiker nicht mehr ausreichte. Mit dem Mitwirken beim Möhneumzug Fastnacht 1953 reiht sich ein weiterer Auftritt in die Liste derer ein, die bis heute beibehalten werden. In der Folgezeit stieg die Mitwirkung des Vereins bei vielen öffentlichen und kirchlichen Veranstaltungen immer mehr, wobei nur die Einweihung der Seilbahn im September 1953 besonders erwähnt sein soll. Fastnacht 1954 veranstaltete das Orchester erstmalig in Altenahr einen Preismaskenball, welcher in den folgenden Jahren nicht nur wegen der guten Musik, sondern auch wegen der schönen selbstgemalten Bühnenbilder zu einem wahren Ereignis wurde. Im September 1954 wurde die attraktive Altenburger Zeltkirmes vom Musikverein ins Leben gerufen, welche auch heute noch vom MGV Eintracht Altenburg durchgeführt wird. Durch die zahlreichen Auftritte der kommenden Jahre wurde man schnell über die Grenzen von Altenahr bekannt, so dass Engagements aus nah (Ahrweiler/Sinzig) und fern (Limburg/Boppard)folgten. Ein weiterer Höhepunkt in dem noch jungen Verein war die Anschaffung der ersten Uniform. Diese wurde im Juni 1958 zum ersten mal und wohl einmalig im Landkreis getragen. Besonders bei Auftritten wie Einweihung eines Segelflugzeuges des Luftsportvereins Kreuzberg-Altenahr 1960 und der Glockenweihe in Altenahr 1964 kam sie gut zur Geltung. Auch die Teilnahme an Musikfesten war schon damals eine Selbstverständlichkeit. Die Mitgliederzahlstieg stetig an, so dass im Jahr 1966 bereits 28 Mann Freude am gemeinsamen Musizieren hatten. Mit der "Kleinen Festmusik" von Hartwig eröffneten wir am Ostermontag 1966 das erste Frühlingskonzert in Altenahr, welches zusammen mit dem MGV Eintracht Altenburg, dem Kirchenchor Cäcilia Altenahr und der Freiwilligen Feuerwehr Altenahr veranstaltet wurde. Es war für alle Beteiligten ein toller Abend, dem noch viele Konzerte in den nächsten 30 Jahren folgten. Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Vereines stellt die Veranstaltung des Kreismusikfestes 1968 dar. Über 200 Musiker aus dem ganzen Kreis waren gerne der Einladung gefolgt und feierten gemeinsam mit zahlreichen Gästen ein rauschendes Fest. Der Big-Band Sound im Ahrtal! Aller Anfang ist schwer - Die 50er & 60er Jahre